Donnerstag, 5. September 2013

Microsoft zieht alle Register im Kampf der Next-Gen Konsolen, bleibt Sony tatenlos?

In letzter Zeit bemüht sich Microsoft, die Spielergemeinschaft doch noch von der Xbox One zu überzeugen. Dabei zieht der Konzern alle Register und nimmt auch Risiken in Kauf um die Absatzzahlen zu steigern.

Nachdem man bereits den GPU Takt erhöht und den Grafiktreiber optimiert hat, wurde nun auch der CPU Takt angehoben. Weiterhin will Microsoft mit einem einwöchigen Vorsprung beim Release der Konsolen bestechen.

Es ist fraglich, ob Microsoft diese Takterhöhung kurzfristig unter Zugzwang beschlossen hat oder ob diese Spielräume von Anfang an eingeräumt wurden. Tatsächlich könnte der Konzern Gefahr laufen, Stabilitätsprobleme durch das Übertakten der Hardware hervorzurufen.

Sony Corp. verhält sich derweil ruhig und scheint sich deutlich sicher zu fühlen. Entweder ist man so stark davon überzeugt, dass die eigene Konsole mehr Leistung bietet oder man hat sich keine derartigen Spielräume offen gehalten. Klar ist, dass Sony sich der Core-Gamer Gemeinschaft verschrieben hat. Die einzigen wirklich starken Kaufargumente sind derzeit Preis und Hardwareleistung. Es wäre sozusagen für den japanischen Konzern äußerst wichtig den Hardwarevorteil zu behalten. Zwar soll die Leistung der PS4 immer noch spürbar über der der Xbox One liegen, aber Microsoft holt stetig auf.

Als Microsoft trotz aller Änderungen den einwöchigen Release Vorsprung verkündete staunte man nicht schlecht. Zudem möchte das amerikanische Unternehmen "Day-One-Benefits" verteilen.

Sony hat weder auf den Release Termin reagiert, noch wurden Day-One Käufer Vorteile bekannt gegeben. Es bleibt also spannend, wird Sony nochmal mit dem dicken Hammer kommen oder hält man weitere Maßnahmen für überflüssig.

Einige Features der Xbox One (u.a. TV) werden in Europa nicht verfügbar sein. Doch auch Sony gab nun bekannt, dass der hochgelobte neu gekaufte Streaming Dienst Gaikai in Europa auf unbestimmte Zeit nicht verfügbar sein wird - ein herber Rückschlag. Angeblich soll das schlecht ausgebaute Breitbandnetz Grund für die Verzögerung sein. Da für das Streamen von PS3 Spielen eine massive und stabile Breitbandverbindung benötigt wird, kann der Dienst noch nicht flächendeckend eingesetzt werden. Tatsächlich wird jedoch deutlich, dass der US-Markt für Sony Priorität 1 hat und Europa erst an zweiter Stelle kommt.
Grund dafür könnten die Vorbesteller Marktanteile sein. Sony liegt in Europa bei den Vorbestellerzahlen deutlich vorn - in den USA deutlich hinten. Es bleibt also spannend und hoffentlich hat Sony noch ein paar Überraschung parat.

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